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Paulus – Pharisäer und Apostel. Die Bedeutung der paulinischen Theologie für das christlich-jüdische Gespräch

Vortrag von Prof. Dr. Andreas Lindemann (Bielefeld)

16. Mai 2019


Ev.-reformierte Christuskirche  - 19.30 Uhr
Am Schierbrunnen 4 / Ecke Am Schwalbenberg, Lüneburg


Der Apostel Paulus war Jude, er war Pharisäer. Aus dieser Überzeugung heraus hatte er die sich bildende Gemeinde der an Jesus glaubenden Juden verfolgt. Aber er wurde zum Apostel, der dieselbe Botschaft verkündete, die er zuvor bekämpft hatte. Der Vortrag fragt danach, wie sich das Verhältnis von „Pharisäer“ und „Apostel“ in der in den paulinischen Briefen sichtbaren theologischen Arbeit spiegelt. Welche Aspekte pharisäischen Denkens sind bei Paulus weiter wirksam, wo zeigen sich ganz neue Perspektiven? Diese historischen Probleme sollen anhand ausgewählter biblischer Texte erörtert werden, wobei auch nach den Konsequenzen für die Theologie und insbesondere auch für das christlich-jüdische Gespräch gefragt wird.

Dr. Andreas Lindemann, Jahrgang 1943, war von 1978 bis 2009 Professor für Neues Testa-ment an der Kirchlichen Hochschule Bethel. Er war an den 1996 bis 2001 im Rahmen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) geführten Lehrgesprächen beteiligt, die zu dem Dokument „Kirche und Israel“ führte. Er gehörte zu der von EKD, VELKD und UEK gebildeten Gemeinsamen Kommission „Kirche und Judentum“. Von 2000 bis 2015 war er Herausgeber der Zeitschrift „Theologische Rundschau“. Er war an der 2016 abgeschlossenen Arbeit zur Revision der Lutherbibel beteiligt.