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Gesellschaft CJZ Lüneburg e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lüneburg e.V.
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Sanierung der Trauerhalle

1. Bericht (Stand Anfang September 2022)

Nach langer Zeit ist endlich auch der Jüdische Friedhof von 1827 zum Gegenstand öffentlichen Interesses geworden, der in Lüneburg in Vergessenheit zu geraten schien. Er war 1938 während der Nazi-Pogrome so verwüstet worden, dass die Grabsteine heute keinen Grabstellen mehr zugeordnet werden können. Man hat sie teilweise zur Fundamentierung von Baracken benutzt. Die schwer beschädigten Überreste kamen erst nach dem Krieg zurück. Die 1912 vom Architekten Franz Krüger entworfene Trauerhalle hingegen ist erhalten geblieben und könnte vielfältig genutzt werden. Leider ist sie nach Jahrzehnten ohne bauliche Erhaltungsmaßnahmen in einer maroden Verfassung. Der Zustand von Friedhof und Trauerhalle ist einer Stadt unwürdig, in der einmal Juden und Jüdinnen eine wichtige gesellschaftliche Rolle gespielt haben.

Erste Schritte sind nun zur Sanierung und Renovierung der Trauerhalle eingeleitet worden. Die vorhandene Bausubstanz ist durch Architekt Henschke untersucht worden, eine Kostenschätzung wurde erarbeitet. Es gab aufgrund der komplizierten rechtlichen Verhältnisse eine ganze Reihe von Baubegehungen und Gesprächen, an denen ein Vertreter des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden aus Hannover (als Eigentümerin), Vertreter des Rates und des Bauamtes, der Denkmalsschutzbehörde, Fachleute und weitere interessierte Personen beteiligt waren. Inzwischen liegt ein 30seitiges Exposé vor, in dem alle anstehenden Arbeiten detailliert beschrieben werden und auch vorläufige Ideen für ein Nutzungskonzept enthalten sind.

Zwischen dem Landesverband Jüdischer Gemeinden und der GCJZ Lüneburg wurde ein Vertrag geschlossen, der es uns erlaubt, öffentliche Mittel und Spenden für die Renovierung einzuwerben und Verträge mit Handwerksbetrieben abzuschließen. Die Bauabwicklung liegt also in unseren Händen und läuft über unsere Konten. Derzeit ist unser geschäftsführender Vorstand (Herwig van Nieuwland, Renée Beckmann, Hans-Wilfried Haase) damit befasst, Fördermittel zu beantragen und Spenden zu sammeln.

Erfreulicherweise stoßen wir dabei auf viel Zustimmung. Nachdem bereits die Hansestadt 25.000 € bereitstellte, hat nun der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA) beschlossen, während der „Alten Handwerkerstraße“ (3.- 4.9.) dafür zu sammeln. Es ist erfahrungsgemäß mit einer größeren Summe zu rechnen. Die Literarische Gesellschaft stellt die Einnahmen aus einer Lesung im Oktober zur Verfügung. Auf einer privaten Geburtstagsfeier kamen mehr als 1.000 € zusammen. Das ist ein guter Start. Dabei ist die Spendenaktion noch gar nicht richtig angelaufen. Gleichwohl ist noch viel zu tun, um die Gesamtkosten aufzubringen. Wir zählen dabei vor allem auf verschiedene Institutionen, die bei solchen Projekten als Förderer in Betracht kommen. Aber – wie damals bei der Synagogen-Gedenkstätte – sind es auch die vielen kleineren Beträge, die uns voranbringen.  

Falls jemand von Ihnen sich beteiligen kann und will, nennen wir hier das Spendenkonto der GCJZ Lüneburg: IBAN: DE73 2405 0110 0053 0500 27 (Stichwort: Jüdischer Friedhof). Die Spenden können wie immer steuerlich geltend gemacht werden. Bescheinigungen stellen wir gern aus.

(Wilfried Haase)